Πέμπτη, 30 Μαΐου 2013






29. Mai 2013 um 9:29 Uhr


Veranstaltungshinweis: «Die letzte Chance nutzen! Linke Strategien zur Eurokrise»

Verantwortlich: Jens Berger
Nach der Veröffentlichung der Studie «The Systemic Crisis of the Euro – True Causes and Effective Therapies» von Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas will die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Debatte um die Eurokrise und die Zukunft Europas qualifiziert weiterführen. Klar war immer: Dabei geht es um viel mehr als die Frage „Ist DIE LINKE für oder gegen den Euro?“, sondern um eine differenzierte Betrachtung der Gründe für die heutige Krise und Chancen, wie sie zu bewältigen sein könnte.
Fachkonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung, am 30. Mai, 10-16.30 Uhr, Münzenbergsaal, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin.

Wir freuen uns, dass wir auch internationale Experten gewinnen konnten. Zugesagt haben ihre Teilnahme:

Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas, Autoren der Studie
Theodoros Paraskevopoulos, Mitglied des griechischen Parlaments, Ökonom, SYRIZA
Neoklis Sylikiotis, Vorstandsmitglied AKEL, Fortschrittspartei des werktätigen Volkes, Zypern
Sabine Reiner, ver.di-Gewerkschaftssekretärin für Wirtschaftspolitik und stellvertretende Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Steffen Lehndorff, Institut für Arbeit und Qualifikation Universität Duisburg-Essen
Thomas Händel, Mitglied des Europäischen Parlaments, DIE LINKE, und stellvertretender Vorsitzender der Rosa-Luxemburg Stiftung und
Axel Troost, Mitglied des Bundestages, DIE LINKE, finanzpolitischer Sprecher, Memo-Gruppe.
Die Unruhe und Verzweiflung in den Krisenländern wächst und auch in der Bundesrepublik droht das Europäische Projekt an Zustimmung zu verlieren, gewinnen rechts-nationalistische Strömungen an Gewicht. Die rigide Kürzungspolitik treibt Europa in eine Spirale des Elends von Griechenland bis Portugal. Flassbeck und Lapavitsas kommen zu dem Schluss: „Es ist spät doch noch ist es nicht zu spät für eine Umkehr. Doch mit jedem Tag, an dem an der alten gescheiterten Strategie festgehalten wird, schwinden die Chancen.“ Was also muss getan werden, um die Chancen eines demokratischen und sozialen Europas nicht endgültig zu verspielen?

Über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme an der Konferenz würde ich mich sehr freuen. Wenn ich Ihnen Gesprächspartner vermitteln kann, lassen Sie es mich gern wissen. Beachten Sie bitte auch unser Online-Dossier “Linke Strategien zur Eurokrise“.
Quelle: Rosa Luxemburg Stiftung



The Systemic Crisis of the Euro
How can the European Monetary Union survive the current crisis? Economists Costas Lapavitsas and Heiner Flassbeck have conducted a thorough analysis of the current state of the Eurozone in their new document The Systemic Crisis of the Euro – True Causes and Effective Therapies, published by Rosa Luxemberg Stiftung this month. This significant contribution to the debate around the future of the EMU is available to download from the Rosa Luxemberg Stiftung website.
By Huw Lemmey / 28 May 2013 








Die Kritik am Euro ist in der LINKEN nicht neu. So hat die frühere PDS schon zu Beginn grundsätzliche Kritik am Vertrag von Maastricht und damit an der Struktur der Währungsunion geübt. Dabei stand allerdings bislang die Kritik an der Politik und an der Konstruktion der gemeinsamen Währung im Vordergrund und nicht der Euro selbst. Seit Lafontaines Vorstoß wird die Debatte um Europa und die europäische Krise stark durch die Frage bestimmt, ob der Euro überhaupt zu halten und es nicht besser sei, auszusteigen. Sahra Wagenknecht hat in einem Interview mit der ZEIT dabei vor allem auf die gescheiterte Politik hingewiesen, die diese Frage auf die Tagesordnung setze.Unterstützung erhält Lafontaine durch eine von Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas im Auftrag der Rosa Luxemburg Stiftung erstellte aktuelle Studie, die sich mit der Krise des Euro befasst.

Flassbeck und Lapavitsas sehen die Währungsunion weitgehend als gescheitert an und legen den am stärksten von der europäischen Krise betroffenen süd­europäischen Ländern nahe, aus dem Euro auszusteigen, wobei allerdings der Ausstieg kontrolliert und von der EU und ihren Institutionen, insbesondere der EZB, begleitet werden müsse. Wesentlicher Grund für das Scheitern ist für sie allgemein die mangelnde Kooperation, konkret die mangelnde europäische Koordination der Lohnpolitik. Schuld ist vor allem die deutsche Regierung mit ihrer allen Ländern der Euro-Zone aufgedrückten Austeritätspolitik. Durch diese Politik habe sich die Krise in den südeuropäischen Ländern verschärft, was insbesondere am Fall Griechenland deutlich wird, das im Vergleich zu 2009 30% seines Sozialprodukts verloren habe. Verursacht vor allem durch das deutsche Lohndumping seien die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Ländern so groß geworden, dass ein Ausgleich und damit auch eine Transferunion praktisch unmöglich geworden ist. Da ein Ausgleich über Lohnkosten kaum möglich ist, bei den südeuropäischen Ländern eine weitere Senkung der Löhne zu negativen Auswirkungen auf den Binnenmarkt und damit zu einer weiteren Einschnürung der Wirtschaft führen würde, bleibe ihnen praktisch nur die Abwertung und damit der Ausstieg aus dem Euro.